Wer den Eh’stand fröhlich will genießen

 

1.       Wer den Ehestand fröhlich will genießen,

der muss sich gänzlich der Liebe entschließen,

/: denn wo Liebe und Friede stets wohnt,

dem wird die Ehe mit Segen belohnt. :/

 

2.      Ohne Reichtum kann man wohl hienieden

man lebet gänzlich in ehelichem Frieden,

/: denn wo Liebe und Friede stets wohnt,

dem wird die Ehe mit Segen belohnt. :/

 

3.        Wenn den Mann die Sorgen wohl drücken,

so muss das Weibchen die Augen dahin blicken,

/: denn das Weibchen das Gott ihm gegeben

durch die Treue versüßet das Leben. :/

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                                Schön ist’s wenn zwei Sternlein

 

1.       Schön ist’s wenn zwei Sternlein nahe steh’n am Firmament,

schön ist’s wenn zwei Rosenröte ineinander brennt.

Doch in Wahrheit immer ist’s am schönsten anzuseh’n

/: wenn zwei, die sich lieben unerwartet wieder sehn’n. :/

 

2.        Schön ist’s wenn der Frühling kehrt mit seinem Zauber ein,

schön ist’s wenn er mit Wonne sendet seinen Sonnenschein.

Doch in Wahrheit immer ist’s am schönsten anzuseh’n

/: wenn zwei, die sich lieben vor dem Traualtare steh’n. :/

 

3.         Schön ist’s wenn zwei Herzen sich innig lieben und versteh’n,

schön ist’s wenn sie sich küssen, selig durch das Leben geh’n.

Doch in Wahrheit immer ist’s am schönsten anzuseh’n

/: wenn zwei, die sich lieben selig durch das Leben geh’n. :/

 

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                        Die Sonne neiget sich und geht zur Ruh’

 

1.       Die Sonne neiget sich und geht zur Ruh’

sie wirft den letzten Blick dir freundlich zu

es ist das letzte Mal, dass dir der Sonnenstrahl

in deinem Kämmerlein als Braut dir scheint.

 

2.        Die Sternlein ohne Zahl in ihrer Pracht

sie wünschen tausendfach dir gute Nacht

hast du geprüft dein Herz, treibst du damit nicht Scherz

es ist die letzte Nacht, junge Braut gib acht.

 

3.         Blick auf zum lieben Gott und fasse Mut

er hilft in Angst und Not, er ist so gut

wir wünschen heute dir viel wahres Glück, ja Glück,

dass du oft denkst an diesen Tag zurück.

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                                Mutter gib mir deinen Segen

 

1.     Mutter gib mir deinen Segen,

        bald nun werden wir getraut;

       /: mit dem innigsten Begehren

       fleht um dein Gebet die Braut. :/

 

2.        Bald muss ich den Schutz verlassen,

      den ihr hilfreich mir verlieh’n;

       /: muss das fremde Glück erfassen

       fort ins fremde Haus nun zieh’n. :/

 

         3.    Im fremden Haus wird ich gedenken,

                eurer Sorgfalt immerdar;

                /: in Erinn’rung mich versenken,

                 wie eure Lieb so rein und wahr. :/

 

4.     Mutter du sollst mir bewahren,

        deine große treue Lieb’;

       /: sollte mir Leid widerfahren,

        oh so bete für dein Kind. :/

 

5.        Mutter gib mir deinen Segen

       Lieber Vater segne mich

       /: Mutter gib mir deinen Segen

       liebe Eltern bet’t für mich. :/

 

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                                                    De Kleuk

 

1.         Hirst teu der Hochzetskleuken Klang

vüm hühen Türn dertois,

et äs der Bruit är hischt Jesang

är Jügendzit äs ois.

          De Kleuk, de Kleuk klaunt fejerlich,

         zem hilijen Elter rieft sä dich.

 

2.         Als Med jaist teu ant Gotteshois,

kiehrst als an Frau zeroich,

din Jügendzit äs ois, äs ois

teu muchs an amder Jeloich.

De Kleuk, de Kleuk klaunt fejerlich,

         zem hilijen Elter rieft sä dich.

 

3.       Und schajd’s teu huit ois euser Met’

Sau än sü früh wä inst

Dink uch ün eus, dink jeren zeroich

Ün däi haisch Jügendzit

         De Kleuk, de Kleuk klaunt fejerlich,

         zem hilijen Elter rieft sä dich.

 

4.        Und wird der Hiemel aist uch droif,

dink nor ün dinen Jeut

                                     dink nor ün en, hai hüt dich jeren

die än jeholfen hüt.

       /: De Kleuk, de Kleuk klaunt fejerlich,

         zem hilijen Elter rieft sä dich. :/

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                                    Lebt wohl ihr guten Eltern

 

1.      Lebt wohl ihr guten Eltern,

von Herzen dank’ ich euch,

       /: dass ihr in meiner Jugend

         viel Gutes mir getan. :/

 

2. Ihr habt mich großgezogen,

mich in die Schul’ geschickt;

       /: mit Schmerzen mich geboren,

         bis hierher mich beglückt. :/

 

3.Nun ist die Zeit gekommen,

dass ich den Bund abschließ’

       /: lebt wohl ihr guten Eltern,

         lebt wohl und bleibt gesund. :/

 

4. Ich geh aus eurer Mitte

wohl in ein fremdes Haus,

       /: ich tu’ jetzt wicht’ge Schritte

         ins neue Elternhaus. :/

 

5.    Geliebte Schwiegereltern

ich bitt’ euch nehmt mich an,

       /: zu eurem geliebten Kinde

                                     mit meinem jungen Mann. :/

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                            Et jajt an Raid dürch eus Jemajn

 

 1.  Et jajt an Raid dürch eus Jemajn, dot äs an freudich Raid,
 
et wessent allen Jrüß uch Klajn, mir hün, mir hün an Bruit.
 Wie wit et sin, wie wit et sin, mer wessent allen jeut,
 /: dot häj an Bruit ze haischen es, dot bäs jeweas nor teu. :

2.  De Reiw dä miess an Holdeng hün, wun et amdersch jelut net jajt,

am baunt sä ün de Steiwel ün, dot sä uch Wejmern drajt.

Teu bäs de Reiw, teu bäs de Reiw, der Steiwel äs auch häj,

  /: baunt dich ün en, amschlaun en fest und wert sin Bruit, sin Frau. :/

 

3.   Der Kramz die drajt an ihrem Hois an Zerel ünjeheft,

Herr jef, dat an Arfoaleng jajt, dot wot die Zerel schrejft.

Nor net verjeßt, nor net verjeßt, wä jeloitchlich ihr uch siet,

  /: dinkt uch ün eus, dinkt jeren zeroitch, ün däi haisch Jügendzit. :/

 

4.   Et daunkt eus uch dot mir sin kün, za diesem Augenblätch,

mir schließen eus ün sin Froindscheft ün, benieden nit sin Jeloitch.

Saut früh, saut früh, mir sin auch früh, derwol mir ledig sin,

  /: euser Herjeut, die am Hiemel äs, die waiß schün eus Zit. :/

 

5.   Laiwt waul ihr schatzich Stüiwen sin, an den et hüt jehoist,

et soll neu bold an Wirtan sin, neu bold af aijon Foist,

hoaft Daunk, hoaft Daunk, hoaft Daunk, hoaft Daunk

däj ihr an Freud uch Schmerz

  /: far et jesorcht läw Vüterhamd uch treu det Mutterhorz. :/

 

6.   Dit Schießen hüt neu nichan Unt, et jajt an Polwar ün,

mir nihn de Bijssen an de Hunt, dä mir vüm Depnar hün,

Schießt dot et krocht, schießt dot et krocht,

ihr Oarbert soll jedaun,

/: asiefelt Toisender silt ihr hün, wä wot häj Schierwen laun. :/

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                             Oh weine nicht, oh freue dich

 

1. Oh weine nicht, oh freue Dich

Bin ich gleich fern von Dir.

   /:Ob nah, ob fern ich denke dein,

die Liebe zieht mit mir.:/

 

2.     Du schmückst den Traum mir in der Nacht

Bist mir am Tag Geleit.

   /:Du flüsterst leis’ bleib treu oh Herz,

bleib treu in Leid und Schmerz.:/

 

3.     Ich bleib Dir treu bis in den Tod,

Du sollst mein Eigen sein.

   /:Ich finde doch kein solches Glück,

Wie könnt’ ich untreu sein?:/