Freizeitwochenende in Pottenstein                                                                                       

Freitag, 08. Juni bis Sonntag 10. Juni 2007                                                                    zu den Fotos  >>>

 

.......Liebe Freunde, wer auf der Homepage der HOG Rode die Satzung liest, findet folgenden Abschnitt:„Ziel des Vereins ist unter anderem die Wahrung und Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls der Gemeinschaft der Roder Landsleute. Wie soll man solch ein Ziel erreichen?......

 

Ob das oben genannte Ziel erreicht wurde, können nur die Teilnehmer selber bestätigen. Ich als Organisator meine, es war ein gelungenes Miteinander. Beim Verabschieden haben viele eine Wiederholung vorgeschlagen. Das hat mich sehr gefreut und nun will ich auch darüber Berichten wo, wer, was, wie, warum, womit, wieso....

Nach dem Aufruf zur Anmeldung zu diesem Freizeitwochenende meldeten sich bis Ende Mai 60 Personen an. 18 Familien (Durchschnittsalter der Gruppe 26 Jahre) fanden am Freitag Abend den Weg zur Jugendherberge, die in landschaftlicher reizvoller Lage am westlichen Ortsrand von Pottenstein liegt. Nach dem Abendessen, wo wir richtig zulangen konnten, trafen wir uns zur Kenntnisnahme der organisatorischen Hinweise auf der Dachterrasse wieder.

Danach lud der Beachvolleyballplatz vor dem Gebäude die Sportlichen zum spielen ein. Andere machten es sich auf der Terrasse gemütlich, genossen nach der Hinfahrt ein Gläschen Bier und die Kinder holten die mitgebrachten Spielsachen wie Ball, Hupfgummi, Twister, Federball und Tischtennisschläger hervor. Es gab zuerst kleine Grüppchen, doch bald wußte jeder, wer zu wem gehört. Das Miteinander fand auf Anhieb gefallen.

Nachdem die Jüngsten freiwillig ihre Stockbetten für die Nacht erklommen hatten, wurde das Zusammensitzen mit Erzählen fortgesetzt. Auch das Mitternacht Schmalzbrot mit Zwiebeln, welches meine Mutter mitgebracht hatte, und der Rotwein von Siggi Spielhaupter (Mann von Traute Hedrich) schmeckte uns allen gut. Die Gesangfreudigen erinnerten sich auch an die vielen Lieder, die sie irgendwann einmal gelernt hatten, und so kam es, dass erst um drei Uhr Morgens die restlichen Stockbetten aufgesucht wurden.

Nach dem guten Frühstück fing der Samstag schon mit Gruppenaktivitäten an. Die meisten hatten sich für den Kletterwald angemeldet. Man könnte das Ganze als Hindernisüberwindung nennen, mit dem Unterschied, das alles ab einer Höhe von 2 m startet und man die ganze Zeit gesichert ist mit Gurten und Haken. Die unterschiedlichen Altersgruppen konnten sich für die steigenden Schwierigkeitsstufen entscheiden. Als besonders sportlich erwiesen sich: Martina Bretz, Andreas und Bettina Homm, Alexander Spielhaupter, Hans Zilles und Heinrich Moritz die die vierte Stufe mit Bravour meisterten.

Die zweite Gruppe hatte sich fürs Kanu fahren angemeldet. Die Wiesent ist ein beliebtes Gewässer für Kajakfahrer und bietet Anfängern die optimalen Bedingungen. Die Strecke von Muggendorf bis Rothenbühl ist etwa 8 km Wasserweg und erforderte unseren eifrigen Paddlern viel Muskelkraft. In jedem Kajak saßen auch unerfahrene Paddelbenutzer. Das Manövrieren dieses steifen „Plastikbootes“ wollte noch gelernt werden, um nicht ständig am Ufer des Baches zu landen. Und nass kamen sie zurück, als ob es geregnet hätte, weil die zwölf Teilnehmer sich gegenseitig beim überholen mit den Paddeln eine Wasserschlacht geliefert hatten.

Die dritte Gruppe besuchte am Nachmittag die Sommerrodelbahn des Ortes, die Begeisterung bei Jung und Alt hervorrief. (Siehe Foto Omas mit Kinder !) Auf dem Gelände gab es noch Bungee Trampolins und wer im Bächlein die Füße abkühlen wollte, musste nur um die Ecke abbiegen. Gegenüber der Sommerrodelbahn lud das Felsenbad (Naturbad) mit nicht temperiertem Wasser ein. Dahin zog es die Schwimmer, die die Abkühlung des heißen Tages benötigten. Andere bevorzugten das Tretboot oder das Holzboot, um auf dem Schöngrundsee zu rudern, um darin die vielen Forellen zu erblicken.

Geschichtsinteressierte wanderten oder fuhren mit dem Auto zur Burg, dem Wahrzeichen des Felsenstädtchens, und besichtigten diese. Die schöne Aussicht die man von den Mauern der Burg hat, stuft Pottenstein zu einem Touristenort ein, dessen Besichtigung immer wieder eine Reise wert ist. Nach dem Abendessen fanden wieder Spielfreudige sich auf dem Gelände ein. Diesmal gab es Fußballspieler, die den Ball hin und her kickten. Viele nutzten die Gelegenheit, sich auf der Wiese auf den mitgebrachten Grasdecken zu erholen. Ilse und Hans Karl Bell kamen als Überraschungsgäste aus Puschendorf am Abend hinzu und waren auch von dem Ambiente und der inzwischen zusammengeschmolzenen Gruppe angetan.

Nach 21:00 Uhr wurde das Lagerfeuer vorbereitet. Valentin Bierschneider war der begeisterte Anzünder. Das kleine, aber schöne, lodernde Minifeuer begeisterte die Jungs dazu, ihre langen Stöcke in die Glut zu halten. Mit lustigen Kinder- und Bewegungsliedern fingen die Singfreudigen zu singen an. Oma Katharina Folkendt beschrieb uns die Schönheit der „Konstanze und es gab keinen in der Runde der nicht in den Refrain mit einstimmte. Von einem „Schusterbaß“ war nichts zu hören - es klang sehr harmonisch und sogar mehrstimmig. Hervorzuheben ist noch das musische Talent von Walli Spielhaupter, welche alle Texte seien es deutsche, sächsische, englische oder rumänische und deren Melodien zum Besten gab.

Am Sonntag, den letzten Tag des Aufenthaltes, trafen wir uns alle nach dem Frühstück vor dem Eingang der Tropfsteinhöhle aus Pottenstein. Diese Höhle enthält viele wunderschöne Tropfsteingebilde und sogar ein Höhlenbärenskelett. Die 45 Minuten Wanderung vergingen im Nu und die vielen Treppen, die man runter und rauf ging, brachten immer wieder neue Ah´s und Oh´s hervor. Das deftige Mittagessen (Schnitzel, Cordon Bleu, Kartoffelsalat, Bratkartoffeln, Salat nach Wahl) stärkte uns für die Heimreise. Wir verabschiedeten uns voneinander und stellten fest, dass wir keine Fremden mehr waren, sondern dass wir Freunde wurden.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer, jung und alt, groß und klein, an alle die an der Durchführung mitgewirkt haben und auch an die HOG Rode, die dieses Projekt mitunterstützt hat.

Annette Folkendt